Einfach vulkanisch!

Ganz schoen klein kommen wir uns vor als uns der Bus an einer laaaangen Strasse neben einem riiieeesen Vulkan auslaedt…


Volcan Sajama

Von hier aus wollen wir einen Ausflug in den Nationalpark Sajama machen. Das toent einfach, ist es aber nicht: Immerwieder versinken unsere Raeder im tiefen Sand. Von der 20 km-Sandkastenfahrt erschoepft und von einer Windhose sandgestrahlt kommen wir schliesslich doch noch bei den heissen Quellen von Sajama an. Hier tauchen wir unsere Haende in jeglichste lauwarme Fluesse, bevor Reto dann endlich ein angenehm temperiertes Loch findet. Yeah, das ist eine gemuetliche Hoehenakklimatisation!


Wie frueher, Fahrzeuege im Sandkasten herumschieben…


Camping mit Sicht in die Berge und fliessend warmem Wasser!

Die Luft wird mal wieder immer duenner als wir den Pass Tambo Quemado hinauf kurbeln. Dieser ist zugleich auch die bolivianisch-chilenische Grenze. Wir campieren schliesslich beim tiefblauen Lago Chungara, direkt vor dem Bilderbuch-Vulkan Parinacota. Just perfect! Hier auf fast 4’500 m ueber Meer macht sich die Hoehe allerdings nicht nur mit kuehlen Temperaturen, sondern auch mit leichten Kopfschmerzen bemerkbar.


Volcan Parinacota

Im Dorf Parinacota kriegen wir gerade mal 10 Broetchen, 1 Liter Cola und 2 Lolipops. Das reicht fuer 8 Tage beim besten Willen nicht aus. Wir muessen also hinunter nach Putre zum Einkaufen. Ein paar lamafoermige Wollknaeuel machen sich veraengstigt aus dem Staub, als wir enttaeuscht zur Hauptstrasse zurueck holpern.


Kirche von Parinacota


Viele viele bunte Lamas

Hier spielt die Richtung des manchmal sturmartigen Windes oft eine ebensogrosse Rolle wie die Tatsache, ob es bergauf oder bergab geht. Obwohl wir mehr als 1’000 Hoehenmeter verlieren, muessen wir heute kraeftig in die Pedalen treten um ueberhaupt vom Fleck zu kommen.

In Putre steht es schon um einiges besser um die Einkaufsmoeglichkeiten und es gibt deshalb naechste Woche Reis mit Tomatensauce, Pasta mit Tomatensauce, Stocki mit Tomatensauce und Porridge ohne Tomatensauce. Der Gourmet-Koch unter uns reichert das Ganze aber mit viel Milchpulver, Parmesan und Gewuerzen an und so wird der Menuplan doch noch ganz angenehm.

Die beiden Schweizer Peter und Asella sind ein Gluecksfall fuer uns. Indem sie unsere Raeder auf ihren Pickup laden ersparen sie uns nicht nur die 1’000 Hoehenmeter zurueck aufs Altiplano, sondern statten uns auch noch mit Fruechten aus Arica und frischen Broetchen aus.

Vielen Dank!

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